
GENESIS: DAS JAKOBS-EPOS
1. Kapitel
Puzzeln für Einsteiger: Nimm zwei
Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Genesis 1: 1a
Gemischtes Doppel
Das bisweilen mehr als haarsträubende Brüderdrama über die Söhne Isaaks, Enkel des Stammvaters Abraham, und Rebeccas sprengt, so werden wir sehen, jede noch so große Vorstellungskraft und Fabulierbegabung, trotz seines biblischen Alters. Deshalb eine kurze Gebrauchsanweisung voraus: Zwillingsbeziehungen unterscheiden sich sehr gerne von den üblichen Beziehungen unter Geschwistern. Schon diese normalen Konstellationen können uns ja vor gewaltige Herausforderungen stellen. Doch bei Zwillingen ist es noch mal etwas ganz anderes. Deren Zusammenleben ist schon mehr oder weniger geschlagene neun Monate vor dem ersten Atemzug gekennzeichnet von einer besonders großen Nähe, was sowohl Geschenk als auch Zumutung sein kann. Welche der beiden Interpretationen dann vorherrscht, wird sich in der Regel im Verlauf ihrer weiteren Entwicklung herauskristallisieren. Vor allem, in welche Richtung das Pendel ausschlagen wird. Rückfahrkarte möglicherweise inklusive. Betroffene, etwa auch euer Reisegefährte, könnten zu dieser Ambivalenz und den sich daraus ergebenden Konsequenzen aus eigener Erfahrung sicher viele Geschichten beisteuern. Nicht nur die amüsanten Episoden des Zwillingsdaseins mit ihrem Verwechslungspotenzial und den lustigen Verwirrspielchen. Aus dem Leben gegriffen scheinen sie alle zu sein, diese Romane und Komödien, die uns dazu spontan einfallen. Möglicherweise sind sie etwas ausgeschmückt und aufgehübscht und versehen mit vielsagenden Titeln wie Erich Kästners „Das doppelte Lottchen“. Doch die wohl erstaunlichste aller dieser Geschichten, die das Leben je schrieb, läuft uns mit diesem Jakob und seinem Bruder Esau in dem uralten Schinken Genesis über den Weg. Sie hat selbst mich, der ich selbst als direkt Betroffener in Zwillingsangelegenheiten ganz gut bewandert bin, aufgewühlt wie keine andere Erzählung zu diesem Thema.
Bei unserem Zwillingspaar geht es bereits im Mutterleib hoch her. Als seine Frau Rebecca schwanger war, stießen die Söhne einander im Mutterleib. Da sagte sie: Wenn das so ist, was soll dann aus mir werden? Und so ganz ohne eigene Erfahrung als werdende Mutter und ohne jede fachkundige Begleitung durch eine mit allen technischen Raffinessen der Gynäkologie ausgestattete Frauenärztin ihres Vertrauens ist sie beunruhigt. Sie ging, um den Herrn zu befragen. Der Herr gab diese Antwort: Zwei Völker sind in deinem Leib, zwei Stämme trennen sich schon in deinem Schoß. Ein Stamm ist dem anderen überlegen, der Ältere muss dem Jüngeren dienen.[1]
Rebecca wird ein Blick in die Zukunft gewährt. Unbegreiflich groß, was da angekündigt wird! Zwei getrennte Völker in ihrem Bauch! Etwa eine Art Katastrophe mit Ansage von höchster Stelle? So richtig kann sie sich keinen Reim darauf machen.
Als die Zeit ihrer Niederkunft gekommen war, zeigte es sich, dass sie Zwillinge in ihrem Leib trug. Der Erste, der kam, war rötlich, über und über mit Haaren bedeckt wie mit einem Fell. Man nannte ihn Esau. Darauf kam sein Bruder; seine Hand hielt die Ferse Esaus fest. Man nannte ihn Jakob (Fersenhalter). Isaak war 60 Jahre alt, als sie geboren wurden.[2]
Sonderbar war sie, diese Geburt, geschlagene 20 Jahre nach der Hochzeit. Liefert das Wunschkind gleich im Doppelpack. Zwei Kinder der Sehnsucht auf einen Schlag! Zwei Buben, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Zwillinge, allem Anschein nach nicht eineiig – auch wenn man damals von einem derlei intimen Detail noch keinen blassen Schimmer haben konnte. Einer rothaarig, fast anzusehen wie ein Tier mit rotem Fell. Und der andere klammert sich an dessen Ferse. Ein Doppel-Kuriosum der Geburtsstunde. Ein Präzedenzfall, bisher noch keinem Geburtshelfer untergekommen, den man unbedingt für die Nachwelt dokumentieren muss.
Ob man über diese Niederkunft noch lange nachgegrübelt hat, wissen wir nicht. Das Halbnomadendasein der Familie musste ja weitergehen, in dem jeder seinen Platz und seine Aufgabe finden konnte. Und so kommt es, wie es kommen musste! Die Knaben wuchsen heran. Esau war ein Mann geworden, der sich auf die Jagd verstand, ein Mann des freien Feldes. Jakob dagegen war ein untadeliger Mann und blieb bei den Zelten. Isaak hatte Esau lieber, denn er aß gern Wildbret; Rebecca aber hatte Jakob lieber.[3]
Jakob ist also als Nesthocker Liebling seiner Mutter Rebecca. Esau hingegen, ein Naturbursche durch und durch, ist der ganze Stolz seines Vaters Isaak, der selbst eher blass und unscheinbar erscheint im Vergleich mit seinem Über-Vater Abraham. Dass bei ihm also Liebe durch den Magen geht, kann man nachvollziehen. Und vielleicht sieht er in seinem Sohn das, was er selbst gerne wäre, aber nicht zu sein wagt: ein ganzer Mann, genauso verwegen und wild wie sein Erstgeborener Esau.
Die vorgeburtliche Katastrophenwarnung durch den Herrn fußt somit auf einer nicht von der Hand zu weisenden Grundlage. Unheilschwanger schwebt sie für den aufmerksamen Beobachter über dem Hause Isaaks. Und wie beiläufig vermischt sich in dieser unguten familiären Gemengelage Profanes mit Sakralem:
Einst hatte Jakob ein Gericht zubereitet, als Esau erschöpft vom Feld kam. Da sagte Esau zu Jakob: Gib mir doch etwas zu essen von dem Roten, von dem Roten da, ich bin ganz erschöpft. Deshalb heißt er Edom (Roter). Jakob gab zur Antwort: Dann verkauf mir jetzt sofort dein Erstgeburtsrecht. Schau, ich sterbe vor Hunger, sagte Esau, was soll mir da das Erstgeburtsrecht? Jakob erwiderte: Schwör mir jetzt sofort! Da schwor er ihm und verkaufte sein Erstgeburtsrecht an Jakob. Darauf gab Jakob dem Esau Brot und Linsengemüse; er aß und trank, stand auf und ging seines Weges. Vom Erstgeburtsrecht aber hielt Esau nichts.[4]
Was sollen wir hierzu sagen? Der Reputation von Esau hat diese Episode ernsthaften Schaden zugefügt, zweifelsohne. Vor allem dort, wo man sich gut in der Bibel auskennt, die sich mehr als einen negativen Kommentar nicht verkneifen kann. Etwa im Brief an die Hebräer, wo sie davor warnt, unzüchtig und gottlos zu sein wie Esau, der für eine einzige Mahlzeit sein Erstgeburtsrecht verkaufte. Ihr wisst auch, dass er verworfen wurde, als er später den Segen erben wollte, denn er fand keinen Weg zur Umkehr, obgleich er unter Tränen danach suchte (Hebräer 12: 16–17).
Eines wird überdeutlich: Welch riesige Bedeutung wurde diesem Erstgeburtsrecht im Alten Testament und der damaligen Kultur des Orients beigemessen! Es geht um ein Recht, ja fast könnte man vom Hebräerbrief her denken, eine Pflicht, ja eine „gottverdammte“ Pflicht, das Erbe anzutreten. Das allein dem Erstgeborenen zustand. Ich gebe zu, heute scheint es eher bedeutungslos zu sein, welcher Zwilling zuerst das Licht der Welt erblickt. Selbst Geburtsurkunden geben da wenig dazu her. Obwohl, als Erstgeborener war ich immer stolz darauf, dass ich es war, mit immerhin geschlagenen fünf Minuten Vorsprung! Das konnte mir mein Zwillingsbruder nie mehr abspenstig machen. Sozusagen ein Start-Ziel-Sieg aus einer uneinholbaren Pole-Position heraus! Da war ich ihm ein für alle Mal überlegen, unerreichbar, so sehr er sich auch anstrengen mochte! Meinen jüngeren Bruder hat das, da bin ich mir ziemlich sicher, eher weniger tangiert. Und Jakob? Der hielt die Ferse seines Bruders fest. Ein so außergewöhnliches Ereignis – dass daraus sein Name gestrickt wird: Jakob. Fersenhalter – Jakob war seinem Bruder also im aktiven Schlepptau nachgefolgt. Aber warum diese Anstrengung? Hätte er doch gar nicht nötig gehabt. Der zweite Zwilling flutscht doch ausnahmslos dem Erstgeborenen ohne jedes Problem hinterher. Wozu dann die Ferse packen, Jakob? Ein hoffnungsloser, doch vergeblicher Versuch, Esau zurückzuhalten? Oder einfach nur Angst, allein zurückzubleiben? Auf keinen Fall den Anschluss verlieren an den Mutterschoßpionier, der dir voraus ist?
Wenn wir nun auf den weiteren Lebensweg der beiden schauen, so wird überdeutlich, wie das Jakob gewurmt haben muss, nicht der Erste gewesen zu sein. Er überrumpelt nicht nur seinen Bruder, als dessen knurrender Magen sein ganzes Denken bestimmt, und kauft ihm das Erstgeburtsrecht mit einem schnöden Linsengericht ab. Später luchst er ihm noch den Erstgeburtssegen von Vater Isaak ab. Mit List und Tücke, angestiftet von der Mama. Und von seinem eigenen Verlangen getrieben. Schauen wir da mal etwas genauer hin.
Als Isaak alt geworden war und seine Augen erloschen waren, so dass er nicht mehr sehen konnte, rief er seinen älteren Sohn Esau und sagte zu ihm: Mein Sohn! Er antwortete: Hier bin ich. Da bittet ihn Isaak, auf die Jagd zu gehen und ihm Wild zum Essen zu bringen. In einem größeren Zusammenhang gesehen, bedeutet dies: damit ich dich segne, bevor ich sterbe. Rebecca hat das Gespräch mitgehört und blitzschnell reagiert. In ihren Augen steht doch ihrem Jakob der Erstgeburtssegen zu. Koste es, was es wolle! Sie instruiert ihn, zwei schöne Ziegenböckchen aus der Herde zu schlachten, damit sie ihrem Gemahl ein leckeres Mahl bereiten kann. Du bringst es dann deinem Vater zum Essen, damit er dich vor seinem Tod segnet. Jakob antwortete seiner Mutter Rebecca: Mein Bruder Esau ist aber behaart, und ich habe eine glatte Haut. Vielleicht betastet mich mein Vater; dann könnte er meinen, ich hielte ihn zum Besten, und ich brächte Fluch über mich statt Segen. Seine Mutter entgegnete: Dein Fluch komme auf mich, mein Sohn. Hör auf mich.[5]
Widerspruch zwecklos! Mit dem leckeren Essen, die haarigen Felle der Ziegenböckchen um Hände und Hals gelegt und den Kleidern des Bruders am Leibe, schickt ihn die Mutter los: Er ging zu seinem Vater hinein und sagte: Mein Vater! Ja, antwortete er, wer bist du, mein Sohn? Jakob entgegnete seinem Vater: Ich bin Esau, dein Erstgeborener. Ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Setz dich auf, iss von meinem Wildbret, und dann segne mich! Da sagte Isaak zu seinem Sohn: Wie hast du nur so schnell etwas finden können, mein Sohn? Er antwortete: Der Herr, dein Gott, hat es mir entgegenlaufen lassen. Da sagte Isaak zu Jakob: Komm näher heran! Ich will dich betasten, mein Sohn, ob du wirklich mein Sohn Esau bist oder nicht. Jakob trat zu seinem Vater Isaak hin. Isaak betastete ihn und sagte: Die Stimme ist zwar Jakobs Stimme, die Hände aber sind Esaus Hände. Er erkannte ihn nicht, denn Jakobs Hände waren behaart wie die seines Bruders Esau, und so segnete er ihn. Er fragte: Bist du es, mein Sohn Esau? Ja, entgegnete er.[6]
Und nachdem er vom angeblichen Wildbret satt ist und Jakob ihm auch noch Wein auftischt, fährt Isaak fort: Komm näher, und küss mich, mein Sohn. Er trat näher und küsste ihn. Isaak roch den Duft seiner Kleider, er segnete ihn und sagte: Ja, mein Sohn duftet wie das Feld, das der Herr gesegnet hat. Gott gebe dir Tau des Himmels, vom Fett der Erde, viel Korn und Most. Dienen sollen dir die Völker, Stämme sich vor dir niederwerfen, Herr sollst du sein. Die Söhne deiner Mutter sollen dir huldigen. Verflucht, wer dich verflucht. Gesegnet, wer dich segnet.[7]
Diese hanebüchene Annäherung des Seniorenbetrüger-Duos ist ein generalstabsmäßig durchgeplanter Doppelblindbetrug, nicht unähnlich und doch völlig konträr zu einem randomisierten Doppelblindversuch unserer Zeit. Aus offensichtlichen Gründen können sie dabei weder in die Enkeltrickkiste noch zum Telefonhörer greifen, um Distanz zu schaffen. Die Gefahr aufzufliegen, steigert sich beängstigend, je näher sich Sohn und Vater kommen. Wie minimiert man da das Risiko der Enttarnung, weil das Opfer den Braten riecht? Ausgerechnet mit Duft, zweifach sogar: der Duft der Kleider Esaus, die Jakob übergestreift hat, und vor allem der Duft des Bratens selbst. Die verräterische Stimme wird olfaktorisch übertönt. So ergaunert sich Jakob den Segen, der seinem Bruder Esau versprochen war.
Kaum hatte Isaak Jakob gesegnet und war Jakob von seinem Vater weggegangen, da kam sein Bruder Esau von der Jagd. Er bereitet ihm ein leckeres Essen, nur um von seinem Vater mit den Worten empfangen zu werden: Wer bist du? Er antwortete: Ich bin dein Sohn Esau, dein Erstgeborener. Da überkam Isaak ein heftiges Zittern, und er fragte: Wer war es denn, der das Wildbret gejagt und es mir gebracht hat? Ich habe von allem gegessen, bevor du gekommen bist, und ich habe ihn gesegnet; gesegnet wird er auch bleiben. Als Esau die Worte seines Vaters hörte, schrie er heftig auf, aufs Äußerste verbittert, und sagte zu seinem Vater: Segne auch mich, Vater! Er entgegnete: Dein Bruder ist mit List gekommen und hat dir den Segen weggenommen. Da sagte Esau: Hat man ihn nicht Jakob (Betrüger) genannt? Er hat mich jetzt schon zweimal betrogen: Mein Erstgeburtsrecht hat er mir genommen, jetzt nimmt er mir auch noch den Segen. Dann sagte er: Hast du mir keinen Segen aufgehoben?[8]
Nachdem Esau von seinem Vater den ganzen Inhalt des Segens für Jakob erfährt, überwältigt ihn die Verzweiflung: Hattest du denn nur einen Segen, Vater? Segne auch mich, Vater! Und Esau begann laut zu weinen. Sein Vater Isaak antwortete ihm und sprach: Fern vom Fett der Erde musst du wohnen, fern vom Tau des Himmels droben. Von deinem Schwert wirst du leben. Deinem Bruder wirst du dienen. Doch hältst du durch, so streifst du ab sein Joch von deinem Nacken.[9]
So heftig geht es also im frommen Hause Isaaks zu. Von einem schief hängenden Haussegen zu sprechen, wäre untertrieben. Als dann Esau nicht heimlich und leise, sondern laut und vernehmlich droht, seinen Zwillingsbruder umzubringen, ergreift – wer auch sonst in dieser Familienkonstellation – die Mutter die Initiative. Sie schickt ihren Lieblingssohn fort, weit fort. Und fädelt Jakobs Abschied mit List ein, denn dieses Metier beherrscht sie aus dem Effeff, und es ist angesichts aller Umstände mehr als angebracht. Sie schärft ihrem Mann ein, Jakob mit dem Auftrag loszuschicken, in guter alter Familientradition eine Frau aus ihrer eigenen Ursprungsfamilie zu suchen. Nur keine Kanaaniterin! Und Isaak macht brav, was seine Gattin von ihm verlangt, schickt Sohn Jakob mit seinem Segen fort, dem Segen, den er von seinem Vater Abraham geerbt hatte. Weit weg zu seinem Schwager Laban nach Paddan-Aram, das in Haran in Nordwestmesopotamien im Zweistromland liegt, jenseits des Euphrats.
Doppel-Flucht
Jakob zog aus Beerscheba weg und ging nach Haran. Auch wenn man nach außen hin etwas anderes vortäuscht, es ist eine Flucht. Ausgestattet allein mit seinem Hirtenstab, marschiert Jakob los ins Unbekannte. Auf einem Kopfkissen aus Stein träumt er des Nachts: Er sah eine Treppe, die auf der Erde stand und bis zum Himmel reichte. Auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder. Und siehe, der Herr stand oben und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks […] Ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch immer gehst, und bringe dich zurück in dieses Land. Denn ich verlasse dich nicht, bis ich vollbringe, was ich dir versprochen habe.[10]
Seit dieser ersten Flucht im Leben des Jakob sind nun mehr als 20 Jahre vergangen. Sehr viel ist in dieser Zeit passiert, doch wir wollen diese Ereignisse, so prägend sie auch für ihn gewesen sein mögen, hier nur kurz streifen. Jakob ist nach einem unvorstellbaren und irrwitzigen Beziehungsdurcheinander zum Patriarchen einer großen Familie geworden, einer – wie wir heute sagen würden – Patchwork-Familie, noch dazu kompliziertester Struktur voller Konfliktpotenzial. Er hat zwei Ehefrauen, Rahel und Lea, und zwei Nebenfrauen, die jeweiligen Mägde. Und eine große Kinderschar von elf Söhnen. Zudem ist Jakob wohlhabend. Sein Reichtum besteht vor allem in seinem Vieh. Jakob ist ein Hirte, ein halbsesshafter Nomade, gewohnt, mit Sack und Pack, also seinem Hausrat und seinen schwarzen Zelten aus Ziegenhaar, vor allem aber zusammen mit seinen Herden die semiaride Steppe des Nahen Ostens zu durchstreifen. Von Weidegrund zu Weidegrund. Von Wasserstelle zu Wasserstelle. Doch ganz andere Umstände bestimmen momentan seine Fortbewegung und seine Gedanken. Denn das Besondere an seiner jetzigen Reise durch die einsame Wildnis besteht vor allem in zwei Punkten: Es gibt keinen Weg zurück. Und sein Ziel hat es in sich, auch wenn er es nur zu gut kennt, um nicht zu sagen: viel zu gut.
[1] Genesis 25: 21b–26.
[2] Genesis 25: 24–26.
[3] Genesis 25: 27–28.
[4] Genesis 25: 29–34.
[5] Genesis 27: 1–13.
[6] Genesis 27: 18–24.
[7] Genesis 27: 26–29.
[8] Genesis 27: 30–36.
[9] Genesis 27: 38–40.
[10] Genesis 28: 10–15.

